Praxis & Zentrum r Reinkarnationstherapie - Engin Iktir

 

Welche seelische Bedeutung steckt hinter Brustkrebs?

Die Wechselwirkung von Psyche und Krankheit ist ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Frauen mit der Diagnose Brustkrebs, erfahren nicht nur physische Veränderungen, sondern werden auch mit einer Vielzahl von seelischen Herausforderungen konfrontiert. Neben den körperlichen Herausforderungen, geht es auch meist einher mit einer tiefgreifenden emotionalen Reise. Die emotionalen Facetten können einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit mit sich bringen. Dieser Artikel erkundet die seelische Bedeutung hinter Brustkrebs, beleuchtet die vielschichtige Verbindung zwischen Gefühlen und Gesundheit und zeigt Wege auf, wie Betroffene ihre seelische Gesundheit dabei wieder stärken können. 

 

Die Inhalte:

  1. Diagnose Brustkrebs (Mammakarzinom)
  2. Körperebene
  3. Seelische Hintergründe von Brustkrebs
  4. Bearbeitung mittels der Reinkarnationstherapie
  5. Aus dem Leben einer Krebspatientin
  6. Aus der Sicht des Therapeuten

 

Spirituelle Bedeutung von Krebs

 

 

 1. Diagnose Brustkrebs (Mammakarzinom)

Die Diagnose Brustkrebs ist für viele Frauen meist mit einem Schock verbunden. Schulmedizinisch sind diese hier den Ärzten meist ausgeliefert. Ihnen wird ein strikter Behandlungsplan vorgelegt auf dessen Einhaltung in der Regel bestanden wird. Aus Unkenntnis und Angst wird kaum bis wenig widersprochen.

Ist das Karzinom entfernt und die dazugehörende anschließende Tortur hinter sich gebracht, wird sich an jeden Strohhalm geklammert und jede rettende Maßnahme ergriffen: von der Ernährung, der Lebensführung bis hin zu alternativen Methoden. Jedoch meist ohne Selbsterkenntnis. So bleibt die seelische Bearbeitung kaum einem Betroffenen erspart.

Brustkrebs ist einer der extremsten Warnsignale, die der Körper aussenden kann.

Seele drückt über ein Körpersymptom immer eine Botschaft aus. Die Diagnose Brustkrebs ist einer der extremsten und radikalsten Warnsignale, die der Körper aussenden kann. Diese zu ignorieren und wieder in das alte gewohnte Leben nach der Behandlung zu treten, führt meist zur Wiederkehr des Symptoms. Es gilt also einen Blick nach Innen zu richten, sich seiner Seele zuzuwenden und mit ihr in den Austausch zu gehen.

So geht es in der Reinkarnationstherapie weniger darum frühere Leben anzuschauen, sondern hauptsächlich darum, genau jenen erforderlichen Blick ins eigene Innere und Unbewusste zu werfen. Dabei sich selbst wieder zu spüren, zu erleben, wahrzunehmen und offene Themen zu bearbeiten. Überhaupt ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was will ich überhaupt im Leben. Über den Weg der Selbsterkenntnis und Bewusstwerdung geht es hin zur inneren Heilung.

 

2. Körperebene

Brust (= weiblich: Muttersein, Nahrung, beschützt sein, Lust, Sinnlichkeit)

 

3. Seelische Hintergründe von Brustkrebs

  • sich davor zu fürchten man selbst zu sein und sich auszuleben
  • zwischen den Frauenrollen gefangen zu sein (Auseinandersetzung zwischen der hellen und dunkle Seite der Weiblichkeit)
  • die eigene seelische Wahrheit liegt im Dunklen
  • sich nach den Gefühlen und Bedürfnissen der anderen zu richten
  • seine eigene weibliche Seite vergessen zu haben
  • seine Gefühle bis ins Extreme unterdrücken und die sich über andere Wege Gehör verschaffen
  • Beziehung zu Mutter oder Vater ungelöst bzw. unverarbeitet
  • Depression, Wut und Trauer machen sich breit und erzeugen Druck
  • Unbewältigte innere Verletzungen fordern ihren Tribut ein
  • Fassade muss gewahrt werden, aber innerlich wuchert es

 

4. Bearbeitung mittels der Reinkarnationstherapie

Seinen männlichen und weiblichen Pol bewusst kennenlernen, dabei letzterem wieder erlauben seinen Platz und Rhythmus einnehmen zu dürfen. Die Fassade fallen lassen. Mechanismen aufdecken, die verhindern seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Überhaupt eigene Bedürfnisse spüren.

Nahrung für die Seele.

Ohne Rücksicht auf Verluste seinen Bedürfnissen folgen. Sich um seine eigenen Belange kümmern (Muttersein). Lernen sich selbst zu nähren. Alle Themen die mit Wut, Aggression und Trauer zu tun haben anschauen und bearbeiten. Wieder zum Wesentlichen zurückfinden, also zu sich, seinen Aufgaben und seinem wahren Wesenskern. Lebensträume entdecken und erfüllen. Im Angesicht des Todes sich dem Höherem hinzugeben. Wunden und Verletzungen in die Heilung geben. Bedingungslose Liebe spüren.

 

5. Aus dem Leben einer Brustkrebspatientin

Brustkrebs – der Weg über meinen Schatten zum neuen Lebensgefühl. Es war im Mai 2020 – Ich taste beim ins Bett gehen einen Knoten in der rechten Brust – Panik steigt auf! Als Ärztin ahne ich was dies bedeuten kann, denke sofort an Krebs. Ich komme mir vor wie in einem falschen Film. Mein Frauenarzt bestätigt mir am Folgetag beim Ultraschall, dass es sich am ehesten um einen bösartigen Tumor handelt. Es folgen gefühlt endlose Wartezeiten vor Biopsie, Mammographie und Staging-Untersuchungen.

Es folgen sieben weitere wöchentliche Chemotherapien!

Die erste Chemotherapie beginnt, gefolgt von Übelkeit, Erbrechen, schwerem Krankheitsgefühl. Vor der ersten Chemotherapie war ich noch zehn Kilometer joggen, nun undenkbar. Nach der dritten Chemotherapie, acht Kilogramm Gewichtsverlust und unstillbarem Erbrechen empfehlen mir die Onkologen den Abbruch der Hochdosis-Chemotherapie, es folgen sieben weitere wöchentliche Chemotherapien mit einem Taxan. Die Polyneuropathie beherrscht den Alltag, Gegenstände fallen mir aus den Händen, die Füße brennen und schmerzen, so dass ich nachts immer wieder davon aufwache, die Lippen brennen bei Berührung.

brustkrebs krankheit

Ich wäge die Pros und Kontras ab für den Abbruch oder ein Weitermachen der Chemotherapie, lese Studien, spreche mit meiner Familie, Freunden und Kollegen. Letztendlich kann mir keiner die Entscheidung abnehmen. Ich muss entscheiden. Ich fange an zu beten, bin verzweifelt. Kann ich als Ärztin eine Chemotherapie abbrechen? Wie geht es weiter? Werde ich mir irgendwann Vorwürfe machen? Nach einem langen Gespräch bei meiner Onkologin verlasse ich weinend und erleichtert die Klinik. Ich höre auf mein Bauchgefühl, wenn ich weiter mache mit der Chemotherapie, ist der Schaden größer als der Nutzen. Eine, wenn nicht sogar die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Mein Körper erholt sich relativ rasch von den Strapazen der Chemotherapie. Die Polyneuropathie bleibt, wird aber weniger. Es folgt im November die Operation. Zehn Tage später macht sich Erleichterung breit: Kein Lymphknotenbefall und Entfernung des Tumors im Gesunden.

Schon während der Chemotherapie, die rückblickend ohne Zeit zum Nachdenken und Durchatmen begann, fange ich an zu lesen. Alle Bücher, die mir über Krebs in die Hände kommen. Mit den Fragen: Was kann ich selbst tun, um mir zu helfen? Warum bekomme ausgerechnet ich Krebs? Niemand in meiner Familie hat Krebs!

Schattentherapie - was soll das sein?

Die hilfreichste Lektüre war in dieser Zeit ein Buch von Rüdiger Dahlke: „Krebs – Wachstum auf Abwegen“. Beim Lesen überkommt mich das Gefühl „Oh nein, der weiß Bescheid, der schreibt über mich.“ Er schreibt über die wirksamste Form der Psychotherapie bei Krebs – der Schattentherapie. Ich frage mich, was das sein soll. Nie gehört. Im Internet komme ich schnell auf den Begriff der Reinkarnationstherapie. Ich stoße auf die Homepage von Engin Iktir, Reinkarnationstherapeut in Frankfurt. Nach einigen Kontakten per Mail folgt ein Vorgespräch in der Praxis. Ich muss diesen Mann persönlich kennen lernen, der diese mysteriöse Therapie anbietet. Nach dem Kennenlernen bestätigt sich mein Bauchgefühl, ich muss diese Therapie machen. Vorher lese ich das von Engin empfohlene Buch zur Therapie „Maskenball der Seele“ von Mathias Wendel, um mehr Klarheit über die Therapie zu bekommen. Eine Patientin beschreibt darin die Erlebnisse der 4 Wochen Therapie, ebenso schildert der Therapeut seine Erfahrungen. Ich bin gespannt, habe aber Respekt.

Nur kurz nach der Operation im November geht die 4-wöchige Reinkarnationstherapie los. Jede Sitzung dauert 2 Stunden, immer in der gleichen Abfolge: Vorgespräch, verbundenes Atmen zur Entspannung, Bilderreise (Rückführung) und Nachbesprechung. Vor der ersten Sitzung formuliere ich meine Therapieaufträge. Themen, die ich in den vier Wochen klären will, sind: Warum habe ich Brustkrebs bekommen? Was bedeutet die radikale Veränderung im Leben, von der Rüdiger Dahlke immer wieder schreibt? Muss ich nun meinen Mann verlassen, meinen Job kündigen, wegziehen, um gesund zu bleiben?

Ich befinde mich in einem schwarzen, nur wenig beleuchtetem Raum. Engin trägt weiße Kleidung. Schon geht es los. Ich liege im Dunkeln, bei angenehmer Musik atme ich ruhig und gleichmäßig durch den Mund ein und aus. Ganz schön anstrengend. Mein Körper fängt nach kurzer Zeit an zu kribbeln. Dann darf ich den Atem ruhig werden lassen. Engin leitet mich mit ruhiger, angenehmer Stimme an, ich soll mir eine Wiese vorstellen. Er stellt mir Fragen, wie alt ich bin, ob die Sonne scheint, wie hoch das Gras ist. Ich kann alles vor mir sehen. Ich sehe mich in einem blauen Kleid, bin eine junge Frau, die Sonne scheint, das Gras geht mir bis zur Brust. Hinterher hilft Engin mir, die Bilder zu deuten. Die Erläuterungen beeindrucken mich. Die nächsten Tage geht es zu meinen Gefühlen, immer wieder bekomme ich einen starken Druck auf der Brust. Während der Bilderreisen habe ich so starke körperliche Reaktionen, bin mir sicher, dieses Leben gelebt zu haben. Die Bilder tauchen spontan vor mir auf, Engin stellt immer wieder die passenden Fragen, so dass es immerzu weiter geht.

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An einem Tag fühlt sich mein Körper so schwer an, ich bin bewegungsunfähig, kann kaum sprechen, alles ist dunkel. Engin hakt nach, was gerade los sei. Unvermittelt antworte ich und wundere mich im selben Augenblick als die Worte aus mir herauskommen. Ich schildere ihm, ich sei doch schon tot und liege in einem Sarg. Daraufhin fragt mich Engin, wie sich das anfühlt. Ich sage, es ist okay. Ich hatte ein gutes Leben. Danach schauen wir uns gemeinsam das vergangene Leben an. In einer anderen Bilderreise erlebe ich, wie es sich ohne Körper als geistiges Wesen anfühlt, wenn man noch nicht geboren ist. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich möchte für immer in diesem unendlichen Raum der Stille bleiben. In einem anderen Leben erlebe ich, wie meine Seele die negativen Gefühle aus dem jetzigen Leben mitnimmt in den Tod und nicht davon befreit wird, sondern sogar mitnimmt in das nächste Leben. Das deprimiert mich zunächst. Aber mit etwas Abstand hilft es mir zu verstehen, dass die Aufgabe ist, sich weiterzuentwickeln und wir alle dafür das irdische Leben als Erfahrungsraum brauchen.

Ich spüre wieder meine wahren Bedürfnisse!

Ich zeige mich in den 4 Wochen in vielen Rollen: Ehefrau, Geliebte, Sohn, weiser Mann, Pfarrer, Hexe, Prostituierte, Mutter, Tochter, Wissenschaftlerin, Flüchtende. Was mir das gezeigt hat? Ich habe viele Seiten an mir, die ich in meinem jetzigen Leben nicht sehe oder wahrhaben will. Aber alle Seiten sind mehr oder weniger da. Die, die weniger da sind oder die ich verdränge, sind meine Schatten. Durch die Reisen zu den verschiedenen Leben wird mir deutlich, wer ich wirklich bin und spüre wieder meine wahren Bedürfnisse. Ich habe mich auf eine Weise kennengelernt, die ich nie für möglich gehalten habe. Ich möchte die Erfahrungen aus der 4-wöchigen Schattentherapie nicht wieder hergeben. Die bleiben. Sie machen mich zufriedener, vollkommener, ich verstehe mich viel besser. Wie sieht die radikale Veränderung für mich aus? Ich weiß nun für mich, dass es nicht auf die großen Veränderungen im Außen ankommt. Ich darf meinen Mann behalten, darf meinen Job behalten, muss nicht umziehen. Sondern? Es ist die innere Haltung vor allem „wie“ ich das Leben führe. Eine Sicht auf die Dinge, die alles verändert.

Kurz vor Ende der Therapie frage ich Engin, wie ich zurechtkommen soll mit dem Erlebten. Wo ist der Handlungsplan? „Es gibt keinen Plan, Ria, lebe Dein Leben – am Besten mit Herz, noch besser mit Herz².“ Das ist einfacher gesagt als getan. Wie schaffe ich es auf mein Herz zu hören, wenn mein Kopf es immer besser weiß?

Die ersten Tage nach der Therapie bin ich erst mal glücklich es geschafft zu haben. Es war anstrengend, alles andere als ein Spaziergang. Aber ich habe vieles durchlebt. Dann kommen immer wieder Zweifel, schaffe ich das alles umzusetzen? Kann ich mein Leben so leben, wie ich es will? Was will ich denn? Ich fühle mich an den meisten Tagen gut. Ich habe mehr Zufriedenheit, bin entspannter als zuvor, weiß, dass ich nichts MUSS im Leben, sondern alles KANN. Ich bleibe mit Engin in Kontakt. Das gibt mir Kraft.

Auch mein Mann nimmt die Veränderungen wahr, er bestätigt mir, dass sich meine Einstellung geändert hat. Ermutigt mich, meine Wünsche zu äußern, und Zeit für mich zu nehmen und dran zu denken. Eine Reise zu mir selbst, die sich gelohnt hat und noch nachwirkt.

Spirituelle Bedeutung von Brustkrebs 

6. Aus der Sicht des Therapeuten

Zunächst sind Klienten immer wieder irritiert, das ich meine Therapie nur wochenweise anbiete. So auch bei der mir nun gegenübersitzenden Klientin, die sich mit dem Thema Brustkrebs vorstellt. In dem Vorgespräch höre ich mir ihre aktuelle Situation an. Über ihren Krebs in der rechten Brust mag sie noch nicht richtig sprechen, außer über den bevorstehenden Operationstermin. Ich lasse es dabei bewenden, merke ich doch, dass ihr das Thema sehr nahe geht. So klären wir zunächst die Terminfragen ab. Vier Wochen Therapie, sprich 20 Sitzungen, erkläre ich ihr – von Montag bis Freitag, immer vormittags zur gleichen Uhrzeit, die Wochenenden sind frei. Diese Vorgehensweise ist kompakt und intensiv, ersetzt meiner Meinung nach meist jahrelange klassische Psychotherapie.

Zwei Monate nach dem Vorgespräch geht es dann los. In der ersten Sitzung formuliert die Klientin ihre Themen, die sie während der Therapie bearbeiten möchte. Eines dieser Themen ist, dass sie die Beziehung zu ihrer Mutter klären will. Schon hier bin ich mir sicher, dass dieses Thema nicht relevant sein wird. Denn ihre Krebsdiagnose spricht eher davon, dass es sich um einen ungelösten Männer- bzw. Vater-Konflikt handelt. Doch das weiß sie noch nicht, deshalb behalte ich diese Beobachtung für mich. In der ersten Therapiewoche steht überhaupt erst einmal an, dass Klienten ihre eigene Seelenwelt kennenlernen, den Kontakt zu ihr aufbauen. Dieser Kontakt zur eigenen Seele geschieht über innere Bilder – vergleichbar etwa mit den Bildern, so wie wir es auch aus unseren Träumen kennen. Nur mit dem Unterschied, dass diese nun bewusst erlebt werden. Vorbereitend geht es über eine leicht erlernbare Atemtechnik in eine angenehme Trance.

Ich sehe ein verlassenes altes Haus, es ist mir unheimlich“. Frage ich meine Klientin in der Seelenreise nach einem Haus, frage ich sie übersetzt wie sie ihre eigene Persönlichkeit (unbewusst) sieht. Frühere Leben dienen zudem dazu, das heutige Leben wie durch ein Vergrößerungsglas erlebbar werden zu lassen, bewusster die unterschwelligen Themen wahrzunehmen. Historische Wahrheiten interessieren mich dagegen kaum. Viel erkenntnisreicher – und somit auch heilsamer – ist es für den Klienten zu erleben, wie sich bisher unbewusste Haltungen nun in aller Deutlichkeit zeigen. „Ich schminke mich, soll anderen Herrschaften auf dem Kavalierball gefallen. Darauf habe ich aber keine Lust, viel lieber will ich ungezwungen über die Wiesenauen herumtollen“. Im Nachgespräch kann ich dann auf solche Sätze eingehen. An Stellen wie dieser fällt es der einen oder anderen Krebs-Klientin oft wie Schuppen von den Augen. Manch unbequeme Perücke wird abgelegt und nie wieder mit in die Sitzungen gebracht. So ist auch bei meiner jetzigen Klientin die Erleichterung enorm, nicht mehr eine Fassade aufrecht erhalten zu müssen und sich zu ihrem Krebs offen zu bekennen. Das trägt natürlich auch dazu bei, dass sich die Therapieatmosphäre zwischen uns beiden lockert.

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Das Eisen schmiedet sich bekanntlich dann am besten, wenn es am heißesten ist. Und das ist bei Krebsdiagnosen ganz besonders der Fall. Kein anderes Krankheitssymptom wie dieses führt uns die Endlichkeit des Lebens so schonungslos und deutlich vor Augen. Natürlich ist Reinkarnationstherapie kein Allheilmittel, dennoch ist sie ein sehr praktikabler Weg, um die eigenen unbearbeiteten Themen anzugehen. Es kann auch vorkommen, dass Klienten innerlich gar nicht bereit sind, sich helfen lassen zu wollen und erleben deshalb äußerlich eine Odyssee an Behandlungen – ohne großartige Besserung. Mit Hilfe der inneren Bilder kann so diese innere Haltung schnell aufgedeckt und bewusst gemacht werden – nicht selten der erste Schritt, Heilung überhaupt zuzulassen.

Krankheit ist ein Weg, ein Prozess der durchlaufen werden will.

In den Therapie-Sitzungen durchleuchtet die Klientin auch die seelischen Hintergründe ihres Symptoms und schafft so die Voraussetzung zur Heilung. Statt das Symptom einfach nur zum Verschwinden bringen zu wollen, gehen wir den umgekehrten Weg und schauen, was das Symptom der Klientin sagen will. Ein Grundpfeiler der Reinkarnationstherapie – so wie ich sie praktiziere – ist Körpersymptome als Botschaft der Seele zu verstehen. So kann ich im Nachgespräch aufschlüsseln: Die rechte Seite steht für die männliche Seite. Setzen wir das in Bezug zur Brust (Ausdruck für Weiblichkeit), dann hat die Klientin einen Konflikt zwischen ihrer männlichen und weiblichen Seite. Diesen Konflikt schauen wir uns in den folgenden Sitzungen weiter an, vertiefen und damit geht es mehr und mehr hin zum Schatten.

Innere Anteile, die wir nicht an uns mögen, werden verdrängt, verteufelt oder abgeschoben. Der Ort dafür ist das Unterbewusstsein bzw. der Schatten. Doch dort wollen diese inneren Anteile nicht bleiben. Sie suchen sich einen Weg, um sich bemerkbar zu machen. Das können schwierige Lebensumstände oder Körpersymptome sein. Dies ist natürlich kein willentlicher Akt, sondern geschieht unbewusst. Führt aber im Endergebnis dazu, dass der Schatten schlimmstenfalls krank macht. Meine 15-jährige Erfahrung zeigt weiter, dass die bewusste Begegnung mit dem Schatten heilt – im Sinne von Ganzsein. Denn der Schatten ist der verlorene Anteil, der zur (seelischen) Ganzheit fehlt. Dieser Weg, wieder mehr und mehr in die Ganzheit zu kommen, Schattenanteile zu erkennen und wieder integrieren zu können, ist etwas kaum machbares, sondern geschieht vielmehr aus sich selbst heraus. Vor allem dann, wenn die Liebe mit ins Spiel kommt – die Liebe zu sich selbst, eben auch zu den bisher abgelehnten Wesensanteilen. Denn die Liebe ist der Klebstoff, der uns im Kern zusammenhält. Ich gehe mit meinen Klienten soweit wie es möglich ist, der Rest ist Gnade.

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Am Beispiel meiner Krebs-Patientin zeigt sich auch, wie sinnvoll es ist, die Therapie in der Mann-Frau-Konstellation abzuhalten – innere Konflikte zwischen dem männlichen und dem weiblichen Pol zeigen sich nahezu in jeder Therapie. Die Therapiesituation Mann-Frau kann so zusätzlich den inneren Konflikt leichter aufdecken. Innere Themen und Spannungen zeigen sich so am deutlichsten. Aber sie zeigt auch auf, wie von Sitzung zu Sitzung ein sich öffnen stattfindet. Lässt sich die Klientin auf die Therapie ein, heißt es, dass sie sich auch innerlich auf sich selbst einlässt.

Alles was heilen kann, ist Liebe.

Die Schattentherapie für die Seele wurde von Mathias Wendel und seiner Frau Gabriela entwickelt. Bei ihnen war ich über 12 Jahre, u.a. als Mitarbeiter. Mittlerweile bin ich der einzige männliche Therapeut mit enormen Erfahrungsschatz im deutschsprachigen Raum, der mit dieser Art von Therapie hauptberuflich arbeitet. Deshalb lohnt sich auch der Weg nach Frankfurt. Meine Lebensgefährtin, Julia, ebenfalls Therapeutin, therapiert dagegen vorwiegend Männer.

Der Schatten an sich ist nicht immer etwas Schlechtes, sondern kann auch unterstützende Eigenschaften beinhalten. Sich ihm nähern tut die Klientin bestenfalls gefühlsmäßig. Erst dann kann auch seelische Entwicklung stattfinden. Deshalb gehe ich mit meiner Klientin auch den Weg des Herzens. Denn das Herz ist jene Instanz, die Leben spendet. Von Sitzung zu Sitzung, einfühlsam und sicher von mir begleitet, begegnen wir jenen Schatten, vor denen die Klientin schon seit Ewigkeiten (über viele Inkarnationen schon hinweg) wegrennt. Wie der sich nun darstellen mag, das ist bei jedem individuell, so wie auch jede Therapie individuell ist. Doch im jetzigen Fall kommt es zu einer bewussten Begegnung und Auseinandersetzung mit ihrem eigenen verdrängten männlichen Pol, den ihr im Außen bisher nur der Vater oder Ehemann spiegelt.

Was muss ich jetzt machen? Meinen Mann verlassen, meinen Job kündigen und wegziehen, um gesund zu bleiben?“, mit diesen Worten beginnt meine Klientin am nächsten Tag das Vorgespräch. Eine Gebrauchsanweisung fürs Leben gibt es nicht, schlaue Sprüche verkneife ich mir. Beides ist wenig hilfreich. Hilfreicher ist es dagegen, die eigene Seele nach der Antwort zu befragen. Also schaut sie nach und so lautet das Thema der Sitzung heute „Gehe dahin, wo es um Deine radikale Veränderung geht“. Diese Sitzung ist auch für mich sehr ergreifend. Denn die Klientin kündigt in ihren Bildern ihren stupiden Job, ihre Wohnung und macht einen wochenlangen Segeltörn in fernen Ländern. Erfüllung findet sie darin kaum. Wesentlich berührender ist es für sie, als ihr Vater im Krankenhaus liegt, sie zu ihm zurückeilt und die Liebe zu ihm so spürt wie nirgendwo sonst auf den Weltmeeren. Sie kann noch so weit reisen, solange das Herz nicht mit im Spiel ist, gibt es keine Erfüllung. So nimmt sie im weiteren Verlauf dieser inneren Bilderreise ihren ursprünglichen Job wieder an, tätigt ihn aber diesmal gerne und findet darin endlich die ersehnte Erfüllung – geboren aus einer neuen inneren Haltung.

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Vier Wochen später sieht die Welt für viele Klienten anders aus. Sie erleben in ihrer Therapiezeit Höhen und Tiefen. Diese sind im Leben nicht unbedingt abwendbar, aber die innere Einstellung, diese auch zuzulassen, schon. Jetzt – nach der Therapie – wollen die erlebten Bilder mit Leben gefüllt werden. Entdeckte Stärken helfen, aufgedeckte Schwächen schenken Demut zum Leben. Die eigenen Bedürfnisse sind nun spürbarer, auch ohne dass erst ein Selbstzerstörungsprogramm an sie erinnern muss.

Auch wenn die Therapie nun zu Ende ist, biete ich an, mich bei Fragen zu kontaktieren. Zudem gibt es bei mir weiterführende Möglichkeiten zur Fortführung der Therapie (Therapeutenausbildung als Vertiefung der Eigentherapie). Der Abschied voneinander ist herzlich und ich bin im Vertrauen zu der Seele meiner Klientin, dass Sie ihren Weg weiter meistern wird.

 

Weiterführende Links:

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